Bestandteile eines Fensters:

Blendrahmen:
Äußerer, mit dem Mauerwerk festverbundener Teil eines Fensterrahmens, an dem ein oder mehrere Flügelrahmen beweglich angebracht sind.
Synonym auch Zarge genannt

Flügel:
Teil des Fensterrahmens, in dem die Glasscheibe eingesetzt wird. Der Flügel ist beweglich mit dem Blendrahmen verbunden und dient zum Öffnen und Schließen des Fensters.

Glashalteleiste:

Halteprofil für die Glasscheibe. Die Glashalteleiste ist Bestandteil des Flügels und kann bei Glasschäden entfernt werden, um das Glas zu ersetzen.

Stahlarmierung:
Verstärkung (Aussteifung) von Blendrahmen und Flügel durch verzinkte Stahlprofile. Durch die am fertigen Fenster nicht sichtbare Armierung wird die Stabilität des Fensters gewährleistet.

Glasdichtung:
Dient zur äußeren Abdichtung der Glaseinbindung

Isolierglasscheibe:
Fertige Verglasungseinheit, bestehend aus zwei oder mehreren gleich oder verschiedenartigen Glasscheiben, die jeweils durch einen gasgefüllten Zwischenraum voneinander getrennt sind.

Wärmedämmung:

 

Der Wärmedurchgangskoeffizient U (früher: k-Wert):

Die Wärmedämmung eines Fensters wird mit dem Wärmedurchgangskoeffizienten

U in W/m²K quantitativ beschrieben. Dieser Koeffizient

beschreibt die Wärmemenge, welche in einer Stunde durch 1 m² eines

Bauteiles übertragen wird, wenn zwischen der Innen- und der Außenluft eine

Temperaturdifferenz von 1 K bzw. 1°C besteht. Je niedriger der U-Wert, desto geringer sind die Wärmeverluste und desto besser ist die Wärmedämmung.

Der U-Wert eines kompletten Fensters U w setzt sich aus dem

– U-Wert der Verglasung Ug und dem

– U-Wert des verwendeten Rahmenprofiles U f zusammen.

 

Der Gesamtenergiedurchlassgrad g:

Der Gesamtenergiedurchlassgrad g ist ein Kennwert für die eingesetzte Verglasung.

Er gibt Auskunft darüber, welcher prozentuale Anteil der auftreffenden Sonnenenergie durch die Verglasung in das Rauminnere gelangt. Je nach Auswahl der Verglasung wird mehr oder weniger von der auftreffenden Sonnenenergie reflektiert oder in das Rauminnere durchgelassen. Ein höherer g-Wert steht also für einen höheren Wärmegewinn, aber auch für einen relativ geringen sommerlichen Wärmeschutz vor Überhitzung.

Die Einflussfaktoren auf die wärmedämmenden Eigenschaften eines Fensters:

Die wärmetechnischen Eigenschaften eines Fensters werden durch die Auswahl des richtigen Rahmens und der entsprechenden Verglasung beeinflusst.

Rahmen:

Moderne Mehrkammerprofile besitzen neben der Hauptkammer zur Aufnahme der Stahlarmierung, mehrere

hintereinanderliegende Vorkammern. Diese bilden in sich geschlossene Lufträume, nutzen somit die isolierende Wirkung

der Luft und bewirken eine erhebliche Verbesserung der Wärmedämmung des Fensterprofiles

Verglasung:

Moderne Wärmeschutzverglasungen bestehen aus zwei oder drei Floatgläsern mit Spezialbeschichtungen und einer Füllung des Scheibenzwischenraumes mit einem wärmedämmenden Gas. Der Wärmefluss durch ein solches Isolierglas wird durch folgende Anteile bestimmt:

– Wärmeleitung des Gases im Scheibenzwischenraum,

– Wärmestrahlung infolge des Emissionsvermögens der Scheibenoberfläche,

– Konvektion des Gases im Scheibenzwischenraum.

Beim konventionellen, unbeschichteten Isolierglas entfallen aufgrund des

hohen Emissionsvermögens der Glasscheibe 2/3 des gesamten

Wärmeflusses auf die Wärmestrahlung. Diese wird durch eine hauchdünne

Wärmefunktionsschicht praktisch vollständig unterdrückt. Dadurch wird

natürlich der Wärmedurchgang insgesamt entscheidend verringert. Zudem

wird die Luft im Scheibenzwischenraum durch ein Edelgas wie Argon ersetzt,

das über eine geringere Wärmeleitfähigkeit verfügt als Luft.

 

Dadurch werden je nach eingesetzter Verglasung die Wärmeverluste auf ein

Mindestmaß reduziert. Im Randbereich der Verglasung liegen die

Wärmeverluste jedoch höher als in der Scheibenmitte. Ursächlich hierfür ist

der Abstandshalter der Verglasung, welcher im Regelfall aus dem

wärmetechnisch ungünstigen Aluminium besteht.

 

Im Gegensatz zu diesen herkömmlichen Abstandshaltersystemen werden bei

den sogenannten “warm-edge”-Randverbundsystemen Edelstahl oder

polymere Werkstoffe mit einer geringeren Wärmeleitfähigkeit als Aluminium

eingesetzt. Dadurch werden die Wärmeverluste verringert, die

Oberflächentemperaturen erhöht und somit die Gefahr der

Schwitzwasserbildung am Scheibenrand reduziert.

 

Zur Vermeidung der Kondenswasserbildung ist ausgehend von einer Raumtemperatur von 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% nach bauphysikalischen Gesichtspunkten eine Oberflächentemperatur von mindestens 10°C notwendig. Der Nachweis erfolgt durch die Berechnung der Isothermen, diese stellen einen gleichbleibenden Temperaturverlauf in Form einer Linie dar. Im gezeigten Beispiel ist die sogenannte 10°C-Isotherme hervorgehoben. Auf dieser Linie beträgt die Temperatur daher gleichbleibend 10°C. Aufgrund der Lage dieser Isotherme liegen die raumseitigen Oberflächentemperaturen immer über 10°C.

Erkennbar ist der negative Einfluss des Aluminiumabstandshalters der Verglasung: In diesem kritischen Bereich kann es unter ungünstigsten Umständen zur Kondensatbildung kommen.

Schalldämmung:

Viel Lärm um nichts?

Umwelteinflüsse wie beispielsweise auch Lärm gefährden unsere Gesundheit und beeinflussen unser Wohlbefinden. Die Ursachen können vielfältiger Art sein, z.B. Straßenverkehrs- und Fluglärm, Eisenbahnstrecken oder auch Industrielärm. Auch

der Gesetzgeber versucht, in diversen Verordnungen, Gesetzen und Richtlinien Lärm als störenden Umwelteinfluss zu bekämpfen. Das Bewusstsein der Menschen zum Schutz vor dem Krankheitsfaktor Lärm prägt sich immer weiter aus!

Eine wichtige Komponente zum Schallschutz in den eigenen vier Wänden stellt das Fenster dar. Von diesem Bauteil wird sehr oft, allerdings meistens unbewusst, ein funktionaler Spagat erwartet. Zum einen soll das Fenster vor Regen, Wind, Kälte und auch Lärm schützen, zum anderen möchten wir durch die transparente

Verglasung den Kontakt zur Umwelt nicht verlieren und natürlich auch im Raum durch das Öffnen des Fensters für Frischluft sorgen.

Bewerteter Schallpegel und bewertetes Schalldämm-Maß:

Die durch eine Lärmquelle erzeugten Schallwellen erzeugen durch die Schwingungen der Luftmoleküle einen Schalldruck, welcher sich dem atmosphärischen Luftdruck überlagert. Eine zentrale Größe in der Akustik ist der Schallpegel, der zur

Beschreibung der Lautstärke benötigt wird. Der Schallpegel L ist der von einer Lärmquelle erzeugte Schalldruck bezogen auf die unterste menschliche

Hörgrenze, gemessen in deziBel (dB). Dieser Schallpegel wird auf das menschliche Hörvermögen abgestimmt (“bewertet”), d.h. messtechnisch in bestimmten Frequenzbereichen abgeschwächt, und erhält dann als bewerteter Schallpegel die Einheit dB (A) (siehe auch die Übersicht rechts).

Verglasung:

Moderne Wärmeschutzverglasungen bestehen aus zwei oder drei Floatgläsern mit Spezialbeschichtungen und einer Füllung des Scheibenzwischenraumes mit einem wärmedämmenden Gas. Der Wärmefluss durch ein solches Isolierglas wird durch folgende Anteile bestimmt:

– Wärmeleitung des Gases im Scheibenzwischenraum,

– Wärmestrahlung infolge des Emissionsvermögens der Scheibenoberfläche,

– Konvektion des Gases im Scheibenzwischenraum.

Beim konventionellen, unbeschichteten Isolierglas entfallen aufgrund des

hohen Emissionsvermögens der Glasscheibe 2/3 des gesamten

Wärmeflusses auf die Wärmestrahlung. Diese wird durch eine hauchdünne

Wärmefunktionsschicht praktisch vollständig unterdrückt. Dadurch wird

natürlich der Wärmedurchgang insgesamt entscheidend verringert. Zudem

wird die Luft im Scheibenzwischenraum durch ein Edelgas wie Argon ersetzt,

das über eine geringere Wärmeleitfähigkeit verfügt als Luft.

 

Dadurch werden je nach eingesetzter Verglasung die Wärmeverluste auf ein

Mindestmaß reduziert. Im Randbereich der Verglasung liegen die

Wärmeverluste jedoch höher als in der Scheibenmitte. Ursächlich hierfür ist

der Abstandshalter der Verglasung, welcher im Regelfall aus dem

wärmetechnisch ungünstigen Aluminium besteht.

 

Im Gegensatz zu diesen herkömmlichen Abstandshaltersystemen werden bei

den sogenannten “warm-edge”-Randverbundsystemen Edelstahl oder

polymere Werkstoffe mit einer geringeren Wärmeleitfähigkeit als Aluminium

eingesetzt. Dadurch werden die Wärmeverluste verringert, die

Oberflächentemperaturen erhöht und somit die Gefahr der

Schwitzwasserbildung am Scheibenrand reduziert.

 

Zur Vermeidung der Kondenswasserbildung ist ausgehend von einer Raumtemperatur von 20°C und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% nach bauphysikalischen Gesichtspunkten eine Oberflächentemperatur von mindestens 10°C notwendig. Der Nachweis erfolgt durch die Berechnung der Isothermen, diese stellen einen gleichbleibenden Temperaturverlauf in Form einer Linie dar. Im gezeigten Beispiel ist die sogenannte 10°C-Isotherme hervorgehoben. Auf dieser Linie beträgt die Temperatur daher gleichbleibend 10°C. Aufgrund der Lage dieser Isotherme liegen die raumseitigen Oberflächentemperaturen immer über 10°C.

Erkennbar ist der negative Einfluss des Aluminiumabstandshalters der Verglasung: In diesem kritischen Bereich kann es unter ungünstigsten Umständen zur Kondensatbildung kommen.

Die schalltechnischen Eigenschaften eines Fensters werden durch das bewertete Schalldämm-Maß Rw in dB beschrieben.
Zur Veranschaulichung: Eine Verbesserung der Schalldämmung um 10 dB bewirkt eine Halbierung der empfundenen
Lärmbelästigung. Man unterscheidet zwischen dem geprüften Schalldämm-Maß eines Fensters Rw,P und dem Rechenwert
Rw,R eines im Baukörper funktionsfähig eingebauten Fensters. Der Prüfwert Rw,P muss dabei immer um 2 dB höher sein als
das Fenster letztendlich im eingebauten Zustand erreichen muss.
Bewerteter Schallpegel und bewertetes Schalldämm-Maß:
Moderne Standardfenster sind aufgrund ihrer Doppelverglasung bereits in die Schallschutzklasse 2 eingestuft.
Gemäß der VDI-Richtlinie 2719 “Schalldämmung von Fenstern” werden Fenster in Abhängigkeit von ihren schalldämmenden
Eigenschaften in sogenannte Schallschutzklassen unterteilt. Zur groben Abschätzung dient nachfolgende Tabelle. Ob im
jeweiligen Einzelfall schalldämmende Fenster erforderlich sind, sollte anhand der individuellen Gegebenheiten vor Ort
entschieden werden.

Wie kann man die Schalldämmung eines Fensters beeinflussen?

 

Generell ist die Schalldämmung eines Fensters natürlich von der Dichtheit dieses Bauteiles abhängig. Moderne Fensterkonstruktionen sind aufgrund der konstruktiven Auslegung ihrer Dichtungsebenen diesbezüglich allerdings mehr als ausreichend dimensioniert. Maßgebend für die schalldämmenden Eigenschaften eines Fensters ist daher in erster Linie die Auswahl der richtigen Verglasung. Dabei sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

Scheibensteifigkeit:

Je elastischer eine Scheibe, desto höher ist der Schalldämmwert. Verbundglasscheiben (VG) mit Zwischenschichten aus Gießharz (GH) oder spezielle

n Schallschutzfolien nutzen diesen Effekt: Durch eine Dämpfung der Schallwellen im “Kern” der Scheibe wird die Schalldämmung deutlich verbessert.

 

Scheibengewicht:

Nach dem für die Luftschalldämmung geltenden Grundsatz “Masse schluckt Schall”

bewirkt ein höheres Scheibengewicht, d.h. eine größere Scheibendicke, eine

Verbesserung der Schalldämmung.

 

Scheibenabstand:

Auch hier gilt in der Regel ein einfacher Grundsatz: “Je größer der Scheibenabstand,

desto besser die Schalldämmung”. Diesem Grundsatz sind natürlich aufgrund der

maximal einsetzbaren Gesamtdicke der Verglasungseinheit technische Grenzen gesetzt.

 

Scheibenaufbau:

Bei Schallschutzverglasungen ist ein asymmetrischer Scheibenaufbau zwingend

notwendig, d.h. die Dicke der äußeren und der inneren Scheibe muss unterschiedlich

sein. Dadurch vermindert sich zum einen der Einfluss der Eigenfrequenz, zum anderen liegen die sogenannten Koinzidenzeinbrüche bei unterschiedlichen Frequenzen. Als Koinzidenzeinbruch bezeichnet man eine deutliche Abnahme der Schalldämmung in einem bestimmten Frequenzbereich. Da diese Abnahme bei unterschiedlichen Scheibenstärken auch bei unterschiedlichen Frequenzen liegt, wird eine deutliche Verbesserung der Schalldämmung der gesamten Verglasungseinheit erreicht.

Einbruchshämmung:

Untersuchungen von versuchten Wohnungseinbrüchen ergaben, dass in ca. 50% aller Fälle der oder die Täter an technischen Sicherungen scheiterten. Dabei haben sich laut Kölner Studie 2001 “vor allem sach- und fachgerecht montierte Zusatzsicherungen an Fenster und Balkontüren bewährt”.

Einbruchhemmende Fenster von der Basissicherheit bis zur DIN V ENV 1627:

Vielfach wird einem neuen Standardfenster auch ein gewisser Schutz vor Einbrechern zugetraut. Leider ist dies nicht der Fall! Der Flügel eines heutigen Standardfensters ohne Maßnahmen zur Verbesserung des Einbruchschutzes ist innerhalb von ca. 20 Sekunden aufgehebelt! Dabei müssen wirksame Gegenmaßnahmen nicht unbedingt kompliziert und teuer sein!

Basis- oder Grundsicherheit:

Diese beinhaltet punktuell eine oder mehrere Pilzschließzapfen,

um das Aushebeln des Flügels zu erschweren. An die Fensterkonstruktion

selbst und auch an das Glas werden keine

Anforderungen gestellt. Die Basis- oder Grundsicherheit ist nicht

geprüft und bietet lediglich einen geringen Schutz gegen

unerfahrene Gelegenheitstäter.

Es werden zwei Klassen unterschieden:

– AhS-Standard (Schraubendreher mit 8 mm Klingenbreite),

– AhS-Extra (Schraubendreher mit 14 mm Klingenbreite).

AhS-Beschläge nach RAL-RG 607/13:

Fenster mit geprüften sogenannten Aushebelschutz-Beschlägen (AhS) bieten

erhöhten Schutz gegen Gelegenheitstäter mit einfachen Hebelwerkzeugen

(Schraubendreher). Um einfach und reproduzierbar prüfen zu können, werden

diese Schraubendreher durch ein Prüfwerkzeug (Knickmomentschlüssel)

ersetzt. Bei einem definierten Knickmoment dürfen die Schließstellen nicht

versagen, d.h. der Flügel darf sich nicht aufhebeln lassen.

Um das Ausreißen der Schließstücke zu vermeiden, werden diese in die

Blendrahmenarmierung verschraubt. Des Weiteren wird der Einsatz einer

VSG-Verglasung empfohlen.

 

Einbruchhemmende Fenster nach DIN V ENV 1627:

In der DIN V ENV 1627 werden einbruchhemmende Fenster je nach Widerstandsfähigkeit in verschiedene

Widerstandsklassen (WK) eingestuft. Die Fenster sind dabei vielfältigsten Anforderungen unterworfen:

– Bei der statischen Prüfung wird mittels eines Druckstempels und einer Kraft bis zu 6000 N (600 kg) ermittelt, in wie weit

sich der Flügel vom Blendrahmen bzw. die Scheibe vom Flügel wegdrücken lässt.

– Bei der dynamischen Prüfung dürfen sich beim Aufschlagen eines 30 kg schweren Sandsackes aus einer bestimmten

Fallhöhe keine Teile wie z.B. Beschläge und Scheibe lösen.

– Beim manuellen Einbruchversuch wird mit genau definierten Werkzeugen vom Schraubendreher bis zum Kuhfuß

versucht, das Fenster aufzubrechen bzw. eine sogenannte durchgangsfähige Öffnung zu schaffen.

Nachfolgend werden die verschiedenen Widerstandsklassen definiert und die entsprechenden Fensterkonstruktionen beschrieben:

Belüftung

Die Problematik der Raumluftfeuchtigkeit:
Feuchtigkeit im Wohnbereich entsteht beispielsweise beim Kochen, Baden, Wäschewaschen und auch durch den Menschen selber, während des Schlafens und beim Arbeiten. So kann ein durchschnittlicher 4-Personenhaushalt durchaus eine Wassermenge von bis zu 15 l pro Tag ”produzieren”.

Die Aufnahmefähigkeit der Luft für Wasserdampf ist abhängig von der Lufttemperatur. So nimmt beispielsweise Luft bei einer Temperatur von 20°C maximal 18 g Wasserdampf pro Kubikmeter auf. Dann ist der Sättigungspunkt erreicht, die relative Luftfeuchtigkeit beträgt 100%. Bei einer Temperatur von 0°C kann das gleiche Luftvolumen nur noch 5 g Wasserdampf aufnehmen. Beim Abkühlen von warmer Luft (20°C) auf 0°C wird demnach je Kubikmeter Luftvolumen 13 g Wasser ausgeschieden. Das bedeutet, bei sinkender Lufttemperatur kann die bis dahin warme Luft die Feuchtigkeit nicht mehr halten. Was ihr zuviel wird, schlägt sich als Kondensat nieder.

Das Taupunktdiagramm gibt dazu physikalisch Auskunft. So verschiebt sich bei steigender Luftfeuchtigkeit und konstanter Lufttemperatur der Taupunkt zu höheren und damit kritischeren Temperaturen.

Aus der Tabelle ist zu erkennen, dass die Kondensatbildung beginnt, wenn z. B. 20°C warme Raumluft mit einer relativen Luftfeuchtigkeit von 50% auf eine ca. 10°C kalte Wandfläche auftritt. Dieser Prozeß kann irgendwann die befürchtete Schimmelpilzbildung auslösen, die möglichen Folgen sind sowohl Bauschäden und die Verminderung der Wohnqualität als auch eine Beeinträchtigung der Gesundheit der Bewohner.

Verschärft wird dieser Effekt durch die modernen Konstruktionsweisen unserer

Gebäude. Früher bereitete die Raumluftfeuchtigkeit aufgrund der Selbstlüftung

über die undichte Gebäudehülle keine Probleme. Undichte Gebäude und

somit auch undichte Fenster bedeuten natürlich auch enorme Wärmeverluste!

Zeitgemäße, energieeffiziente Bauweisen machen unsere heutigen Gebäude dagegen nahezu luftdicht mit der Folge der drastischen Reduzierung der Wärmeverluste. Gleichzeitig entfällt jedoch die Selbstlüftung und somit auch

der natürliche Entzug von Feuchtigkeit aus den Wohnungen.

Neben den positiven Aspekten der technischen Entwicklung wie beispielsweise die Verbesserung der Wärmedämmung sollte daher auch die Qualität der Raumluft bei der Planung nicht außer acht gelassen werden. Eine große Zahl von Feuchteschäden in Innenräumen entsteht durch das

Zusammentreffen von unzureichender Belüftung und Schwachstellen beim Wärmeschutz der Außenbauteile. Zur Vermeidung von Feuchteschäden z. B.

durch Schimmelpilzbildung darf der Grundluftwechsel eines Gebäudes angesichts immer dichterer Gebäudehüllen daher nicht allein vom Lüftungsverhalten des einzelnen Benutzers abhängig gemacht werden.

Zur Vermeidung der Schimmelpilzbildung ist daher eine ständige, nutzerunabhängige Grundlüftung erforderlich! Gemäß geltender Energieeinsparverordnung sind diesbezüglich jedoch nur selbstregulierende Lüftungseinrichtungen zulässig,

daher auch der Begriff “geregelte Grundlüftung”.

Pflege & Wartung

Damit Sie lange Freude an Ihrem Fenster haben
Wie erfolgt die regelmäßige Pflege des Rahmens?

Durch Staub oder Regen bedingte Verunreinigungen entfernen Sie einfach mit:

– einem handelsüblichen Spülmittel oder einem speziellen Pflegemittel bekannter Hersteller (mit genauen Hinweisen) und

– einem weichen Tuch (keine festen Tücher da Beschädigungen entstehen können)

 

Wie erfolgt die regelmäßige Pflege des Glases? 

Fenstergläser reinigen Sie mit:

– klarem, warmen Wasser und

– einem guten Fensterleder.

 

Was ist bei hartnäckiger Verschmutzung zu beachten?

Durch Belastungen in der Luft (z.B. Flugrost, Industriestäube, Dieselruß)

beispielsweise in der Nähe von Industrie- und Bahnanlagen können hartnäckig

anhaftende Ablagerungen entstehen. Wir empfehlen zur Entfernung und Vermeidung dieser Ablagerungen eine regelmäßige Reinigung.

 

Die Richtige Wartung sorgt für Wertbeständigkeit

Moderne Fenster aus dem polymeren Werkstoff PVC überzeugen durch ihren

geringen Wartungsaufwand:

Die Richtige Wartung der Beschläge:

Alle beweglichen Beschlagteile für eine gute und reibungslose Funktion

regelmäßig mit einem Tropfen Haushaltsöl leicht einölen.

Für die Überprüfung der Beschlagteile auf festen Sitz, Gängigkeit und

Bedienbarkeit empfehlen wir die regelmäßige Wartung durch den

Fensterfachbetrieb. So werden dauerhafte Beeinträchtigungen der Funktionen

vermieden.

Die Richtige Wartung der Dichtungen:

Die Dichtungen mit Wasser reinigen und mit einem Silikonstift fetten.